Am 21. Juni findet der allererste T-Shirt Tag statt. Spreadshirt promotet dieses Datum. Nun kann man von hersteller- bzw. vertreibergesteuerten „Gedenktagen“ halten was man will. Meine Mutter hat zum Muttertag leider weder Blumen noch Pralinen noch ein selbstgemaltes Bild bekommen – und weil die Floristenverbände sich vorher um das genaue Datum gezankt haben, hatte der Tag dieses Jahr einen etwas bitteren Nachgeschmack.
Als Verkaufsankurbelungstag gut finde ich übrigens den 23. April. Da hat nicht nur eine Freundin von mir Geburtstag, sondern bei diesem Tag handelt es sich gleichzeitig um den Tag des Buches und den Tag des deutschen Bieres. Abgesehen davon, daß sich diese beiden Produkte wunderbar verbinden lassen (in den Frühlingssonnenstrahlen beim 2. Bier auf dem Balkon eine Story von Bukowski lesen. Yeah.) berufen sich beide Tage auf eine Tradition: der Biertag geht auf das bayrische Reinheitsgebot von 1516 zurück, der Buchtag auf den Georgstag, bei dem in Katalonien Bücher verschenkt wurden.
Aber warum sollte man nicht am 21. Juni, dem Sommeranfang, eine neue Tradition beginnen? Auch wenn T-Shirts eigentlich zu jeder Jahreszeit getragen werden, sind sie doch Sommerutensil Nr. 1. Im Sommer ist nämlich der Rücken selten von einer Jacke bedeckt, sodaß die ganzen Scherze mit vorn-und-hinten-Druck erst im Sommer richtig zur Geltung kommen. Vielleicht sollte man am 21. Juni den Tag des hinten bedruckten Shirts feiern? Und bei Spreadshirt einen fetten Rabatt auf solche Shirts einführen. Das wäre mal was wirklich cooles!
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