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Von Rathen zum Hockstein und zurück

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Lange nicht gewandert war die Wanderung im Elbsandstein ein Erweckungserlebnis, das nach Wiederholung ruft.

Am Sonntag packte es mich: ein Kribbeln lief durch die Beine: sie wollten wandern. Nachdem ich den Sonnabend meistenteils im Bett verbrachte, überkam mich eine lange Zeit nicht verspürte Lust: ich wollte wandern. Kurzerhand überredete ich eine von der vorherigen Partynacht noch verstrahlte Freundin, in die sächsische Schweiz zum Wandern zu fahren. Von Leipzig aus dank Autobahn und Stau in Pirna in gut anderthalb Stunden zu erreichen ist dies ein schöner Halbtagsausflug (wir kamen freilich nicht vor 13 Uhr in Leipzig los).

Als Route hatte ich mir die bei Ingo Geier beschriebene Route von Rathen durch das Polenztal zum Hockstein und durch den Amselgrund zurück ausgesucht. Karten und weitere Routen findet man auch bei www.elbsandsteingebirge.de.

Schicht im Schacht: Aufstieg zum Hockstein durch Kamine und über enge MetalltreppenSchicht im Schacht: Aufstieg zum Hockstein durch Kamine und über enge Metalltreppen

Rathen war nach einem kurzen Stau in Pirna schnell erreicht, auch ein Parkplatz war trotz vieler Ausflügler noch zu finden. Mit der Fähre ging es auf das rechte Ufer der Elbe. Die Bastei erhebt sich dort majestätisch über den Fluten. Leider finden diese Landschaft zu viele Menschen attraktiv, weshalb es zugeht wie am Ballermann. Hat man Rathen jedoch einmal durchquert, ja auch nur zur Hälfte hinter sich gelassen, so ist man meist für sich.

Den vorgeschlagenen Weg links an der Feuerwehr vorbei haben wir wohl ob angeregter Unterhaltung verfehlt, nach kurzem Umweg jedoch wiedergefunden. Besonders das Teilstück hinter der „Ziegenrücken“ gennanten Straße durch das Polenztal fand ich malerisch. Ein sanfter Bach plätschert dahin, die Sonne spielt in seinen kleinen Wellen, links und rechts erheben sich teils von Bäumen verborgene Felsformationen und man ist weitestgehend ungestört. Ab und an rastet ein Pärchen am Ufer des Baches oder ein älteres Ehepaar kommt einem rüstig entgegen.

An der Steintreppe: Unruhige Rast, von Motorradfahrern gestörtAn der Steintreppe: Unruhige Rast, von Motorradfahrern gestört

Während man eben noch sanft bachaufwärts ging, kommt man nach dem Gasthaus Polenztal zum Aufstieg zum Hockstein. Stufe nach Stufe, teilweise hoch, es geht steil bergan. Oben angekommen hat man einen schönen Blick das Polenztal entlang; das im Tal gegenüberliegende Hohnstein wird von Bäumen verdeckt (und wegen der herüberschallenden Volksmusik wollten wir auch gar nicht mehr sehen). Leider wurde unsere Rast dort getrübt vom andauernden Lärm durch das Tal fegender Motorradfahrer. Im Nationalpark nicht unbedingt das Geräusch, das man vorherrschend wahrnehmen möchte.

Über eine steinerne Brücke geht es nun wieder in den Wald. Ein schöner Waldweg macht das Laufen sehr angenehm und mehr oder weniger bergab geht es zurück in Richtung Rathen. Leider merkt man ab dem Amselsee wieder, daß es auch noch viele andere Menschen gibt. Die Viertelstunde vom Elbufer entfernt scheint aber das äußerste zu sein, was die meisten bereit sind zu gehen. An zahlreichen Verköstigungsstellen vorbei geht man durch den Ort wieder zur Fähre.

Bastei im Blick: Innehalten am Ende, nach der Rückfahrt mit der FähreBastei im Blick: Innehalten am Ende, nach der Rückfahrt mit der Fähre

Nach gut 3 1/2 Stunden waren wir also wieder am Auto, hatten auf dem Hockstein länger gerastet. Durchgeschwitzt waren wir wettershalb, zufrieden und ein wenig erschöpft von den Eindrücken. Jedoch das schönste war, mal wieder den Beinen freien Lauf gegeben zu haben, den Wald gerochen, die Vögel gehört.

Tatsächlich müßte man sich mehr Zeit nehmen, diese Freiheit häufiger genießen zu können. Vielleicht wird eine neue Passion daraus?


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günther (nicht überprüft)

Besser: Vom Beuthenfall im Kirnitzschtal ( Auto dort parken oder von Bad Schandau mit der Kirnitzschtalbahn dorthin ) über die Häntzschelstiege zum Carolafelsen und durch die Hölle zurück!!! Keine Angst bei der Häntzschelstiege, nur der Einstieg ist etwas kompliziert.


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