Neulich im Kino: Es läuft die Werbung des australischen Tourismusvereins. Es ist ein Video mit dem suggestiven Titel „So where the bloody hell are you?“. Man sieht hübsche stereotype Bilder, hört nette Australier in ihrem putzigen Englisch nette Dinge sagen wie „We've saved you a spot on the beach“.
Ja, und dann kommt das erste, was in mir ungemeines Verlangen nach australischer Idylle verschafft: „We've got the [kanga]roos off the green.“ Super, da könnt Ihr Euch aber was drauf einbilden, daß Ihr das Land mit Golfplätzen zukleistert und die Tiere vertreibt. Na gut, wir sind nicht besser.
Aber dann kommt's: Man sieht eine Gruppe von Aborigines tanzen, und eine wunderschöne Ureinwohnerin sagt diesen Satz: „And we've been rehearsing for over 40,000 years.“ Als ob die Vorführung von Folklore der einzige Zweck dieser Traditionen sei, als ob die Leute gerne vor schwitzenden Touristen sich wie Affen (oder Känguruhs) betrachten lassen.
Oh ja, ich will nach Australien. Aber immerhin, es gibt auch ein Klischee, daß (weiße) Australier nicht besinders feinfühlig seien...
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